Lothar Scholz | Überlebender des Gulag
Acht Jahre politischer Gefangener in Workuta
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- Written by Ratthe Lieberwehr
Die russische Kommandantur in Ostberlin versuchte nach dem Ende des II. Weltkriegs den damals Jugendlichen zum Spitzeldienst gegen seine Familie und Freunde zu zwingen. Nachdem Lothar Scholz sich weigerte, wurde er brutal zusammengeschlagen und anschliessend wieder auf freien Fuß gesetzt.
Um sich dem Zugriff des sowjetischen Geheimdienstes zu entziehen, setzte sich Lothar Scholz in die westliche Zone ab, wo er in Hamburg Arbeit bei den britischen Besatzungstruppen fand.
Als er von Heimweh getrieben seine Mutter in Königswusterhausen besuchte, verhaftete die russische Geheimpolizei ihn aufs neue. Ohne beim Prozess anwesend zu sein, verurteilte ihn ein sogenanntes russisches Militärgericht zu 15 Jahren Zwangsarbeitslager. Erst acht Jahre später, im Oktober 1955, kam er als gealteter Mann von Workuta zurück.
Da Scholz die Segnungen des Sozialismus/Kommunismus ausreichend kennengelernt hatte, lies er sich in den westlichen Teil Deutchlands entlassen.
Seit seiner Rückkehr aus der stalinistischen Hölle engagiert sich Lothar Scholz in der Union der Opferverbände stalinistischer Gewaltherrschaft.
Lit-Tipp 1.: Scholz, Lothar
Im Namen von Marx, Engels, Lenin, Stalin : eine Jugend in Sowjetischen Straflagern / Lothar Scholz. - Berg am Starnberger See : VGB-Verl.-Ges. Berg, 2000. - 240 S. : Ill., graph. Darst.
ISBN 3-86118-092-8
Lit-Tipp 2: Scholz Lothar
Der verratene Idealismus : ein Junge im Bann des Nationalsozialismus / Lothar Scholz. -
ISBN3-8061-1161-8